Unsere FAQ geben Ihnen einen kompakten Überblick über alle unsere Fachbereiche – von Neurochirurgie über Neurologie bis zur Schmerztherapie und Palliativmedizin. Die Fragen sind nach Themen geordnet, damit Sie schnell finden, was Sie suchen.
Fachübergreifende Fragen
Eine Überweisung ist nicht zwingend erforderlich, kann aber hilfreich sein, insbesondere für gesetzlich Versicherte. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie uns gerne direkt an – wir beraten Sie individuell zur Terminvereinbarung.
Sie können uns telefonisch unter 02421 6950911 erreichen, per E-Mail an kontakt(at)nwz-dueren.de oder bequem online über unsere Terminbuchung bzw. Kontaktanfrage. Nutzen Sie hierzu gerne auch das Kontaktformular auf unserer Website. Bei akuten Beschwerden vereinbaren wir gerne einen kurzfristigen Termin mit Ihnen.
Bitte bringen Sie mit:
- Krankenversicherungskarte
- Überweisung (falls vorhanden)
- Vorhandene Bildgebung (MRT, CT, Röntgen) auf CD/DVD sowie ggf. aktuelle Online-Zugangsdaten (z.B. für den Befundserver) mit.
- Vorbefunde von anderen Ärzten
- Aktuelle Medikamentenliste
Ja, bei akuten Beschwerden wie plötzlich auftretenden Lähmungen oder starken Schmerzen bemühen wir uns um eine zeitnahe Terminvergabe. Bitte weisen Sie bei der Terminvereinbarung auf die Dringlichkeit hin.
Neurochirugie
Die Neurochirurgie ist ein hochspezialisiertes Fachgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit der operativen und konservativen Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems – also von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Wirbelsäule. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Nervenfunktionen zu schützen und die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern.
Ein Neurochirurg behandelt Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, der Wirbelsäule und der Nerven – darunter Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Wirbelkörperbrüche, Tumore des Nervensystems oder Nerveneinklemmungen wie das Karpaltunnelsyndrom.
Wenn konservative Maßnahmen wie Schmerztherapie, Physiotherapie oder Infiltrationen nicht mehr ausreichend helfen oder neurologische Ausfälle wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle auftreten, kann eine Operation erforderlich werden. Die Entscheidung wird immer individuell nach gründlicher Diagnostik getroffen.
Konservative Therapien sind nicht-chirurgisch und umfassen Schmerzmedikation, Physiotherapie, Infiltrationen und minimalinvasive Verfahren wie PRT. Operative Verfahren beinhalten strukturelle Eingriffe an der Wirbelsäule oder an Nerven, die oft minimalinvasiv durchgeführt werden können.
Ja, wir setzen auf moderne minimalinvasive Verfahren mit kleinen Hautschnitten, geringerem Blutverlust und schnellerer Erholung. Diese Technik ist jedoch von der Art der Wirbelsäulenerkrankung abhängig und wird individuell geprüft.
Minimalinvasive Operationen ermöglichen kleinere Schnitte, geringere Gewebeschädigung und kürzere Erholungszeiten. Viele Patient:innen profitieren von weniger Schmerzen nach der OP, einem geringeren Komplikationsrisiko und einer schnelleren Rückkehr in den Alltag.
Das ist sehr individuell. Nach einem minimalinvasiven Eingriff sind viele Patient:innen bereits nach wenigen Tagen wieder mobil und können nach Hause. Die vollständige Genesung mit Aufbau der Muskulatur kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Sie erhalten von uns einen genauen Nachsorgeplan.
Ein Schwerpunkt der Neurochirurgie liegt in der Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalverengungen, Wirbelkörperbrüchen, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen wie der Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) oder Wirbelsäulentumoren. Dabei kommen moderne Verfahren zum Einsatz, um Schmerzen zu lindern, Nerven zu entlasten und die Stabilität der Wirbelsäule wiederherzustellen.
Orthopäd:innen fokussieren auf Knochen, Gelenke und die Statik der Wirbelsäule. Neurochirurg:innen hingegen behandeln vor allem Erkrankungen des Rückenmarks und der Nerven, etwa bei Bandscheibenvorfällen oder Nerveneinklemmungen. In bestimmten Fällen arbeiten beide Fachrichtungen zusammen.
Neurologie
Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Nervensystems. Dazu gehören unter anderem:
- Entzündliche Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems
- Kopfschmerzerkrankungen (Migräne, Cluster-Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz)
- Neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose)
- Epilepsie und Anfallsleiden
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
- Polyneuropathien (z.B. bei Diabetes)
- Durchblutungsstörungen des Gehirns (Schlaganfallprophylaxe)
Sie sollten einen Neurologen aufsuchen bei:
- Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder brennenden Schmerzen in Armen/Beinen
- Wiederkehrenden oder chronischen Kopfschmerzen
- Neu aufgetretenen neurologischen Ausfällen (Lähmungen, Sprachstörungen)
- Anfallsartigen Ereignissen
- Anhaltendem Schwindel
- Zunehmenden Gedächtnisproblemen
Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden (Anamnese). Anschließend führen wir eine körperlich-neurologische Untersuchung durch: Reflexe, Kraft, Sensibilität, Koordination und Gleichgewicht werden geprüft. Auf Basis dieser Untersuchung entscheiden wir über weitere diagnostische Schritte.
Je nach Beschwerdebild kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
- Liquordiagnostik – Untersuchung der Nervenflüssigkeit (nach Punktion)
- Elektroneurographie (ENG) – Messung der Nervenleitgeschwindigkeit
- Elektromyographie (EMG) – Untersuchung der Muskelaktivität
- Elektroenzephalographie (EEG) – Messung der Hirnströme
- Evozierte Potenziale – Überprüfung von Nervenbahnen
Eine Überweisung vom Hausarzt ist für gesetzlich Versicherte üblich, aber nicht immer zwingend erforderlich. Auch Privatpatienten können direkt einen Termin vereinbaren. Bei Unsicherheiten beraten wir Sie gerne.
Die Neurologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und nicht-operativen Behandlung von Nervenerkrankungen (Medikamente, Physiotherapie, etc.). Die Neurochirurgie führt operative Eingriffe am Nervensystem durch – zum Beispiel bei Bandscheibenvorfällen, Tumoren oder Nervenkompressionssyndromen. In unserem Zentrum arbeiten beide Fachrichtungen eng zusammen, um Ihnen die bestmögliche Behandlung zu bieten.
Schmerztherapie
Eine spezielle Schmerztherapie ist sinnvoll, wenn:
- Schmerzen länger als 3–6 Monate bestehen (chronische Schmerzen)
- Herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend wirken
- Die Schmerzen den Alltag stark einschränken
- Eine Abhängigkeit von Schmerzmitteln vermieden werden soll
- Eine psychische Belastung durch die Schmerzen besteht
Akute Schmerzen haben eine Warnfunktion und treten plötzlich auf, z.B. bei Verletzungen. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen nach Abheilung der Ursache ab. Chronische Schmerzen bestehen länger als 3–6 Monate – oft auch dann, wenn die ursprüngliche Ursache bereits abgeheilt ist. Sie entwickeln sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild mit eigenem Schmerzgedächtnis.
Interventionelle Verfahren sind minimalinvasive Maßnahmen, bei denen Medikamente gezielt an die Schmerzquelle gebracht werden. Dazu gehören:
- Facetteninfiltrationen (kleine Wirbelgelenke)
- Periradikuläre Therapie (PRT) direkt an der Nervenwurzel
- Epidurale Injektionen (rückenmarksnahe Gabe)
Wir führen ein ausführliches Gespräch zu Ihrer Schmerzvorgeschichte, eine körperliche Untersuchung durch und werten vorhandene Befunde aus. Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir einen individuellen Schmerzfahrplan.
Grundsätzlich kann jeder Schmerz chronisch werden, wenn er nicht ausreichend behandelt wird. Risikofaktoren sind unter anderem: vorangegangene Schmerzerfahrungen, psychische Belastungen (Depression, Angst), Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder familiäre Probleme. Deshalb ist eine frühzeitige, angemessene Behandlung so wichtig.
Ja, die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Schmerztherapien. Ob die Voraussetzungen für bestimmte Verfahren erfüllt sind, klären wir im ausführlichen Vorgespräch.
Neben der medizinischen Behandlung ist Ihr eigenes Engagement wichtig:
- Soziale Kontakte pflegen – nicht zurückziehen
- Regelmäßige, angepasste Bewegung
- Entspannungsverfahren (progressive Muskelentspannung, autogenes Training)
- Führen eines Schmerztagebuchs
- Gesunder Schlaf (7–9 Stunden)
- Ausgewogene Ernährung
Palliativmedizin
Die Palliativmedizin ist ein medizinischer Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit schweren, fortgeschrittenen Erkrankungen. Ziel ist nicht die Heilung, sondern die Linderung von belastenden Symptomen wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot oder Angst. Sie umfasst körperliche, psychische, soziale und spirituelle Aspekte.
Nein, das ist ein wichtiger Unterschied. Palliativmedizin hat nichts mit Sterbehilfe zu tun. Sie zielt darauf ab, Menschen bis zuletzt ein möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen – durch Schmerzlinderung, Symptomkontrolle und einfühlsame Begleitung. Sie lehnt aktive Sterbehilfe ab, respektiert aber den natürlichen Sterbeprozess.
Palliativmedizinische Hilfe kann jeder Patient mit einer fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung in Anspruch nehmen – unabhängig vom Alter. Dies können Tumorerkrankungen sein, aber auch neurologische Erkrankungen (ALS, Multiple Sklerose im fortgeschrittenen Stadium), schwere Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen.
Ja, ausdrücklich! Die Palliativmedizin versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, der auch die Angehörigen mit einbezieht. Wir bieten:
- Gespräche und Unterstützung für Familienmitglieder
- Beratung in belastenden Situationen
- Begleitung auch über den Tod des Patienten hinaus
- Vermittlung von Seelsorge und psychoonkologischen Diensten
Die Palliativmedizin ist ein ärztlicher Behandlungsansatz, der überall stattfinden kann – zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Sie wird von spezialisierten Ärzten und Pflegekräften durchgeführt.
Ein Hospiz ist eine Einrichtung, in der schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase betreut werden – mit einem ganzheitlichen Ansatz, der medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung umfasst. Hospizarbeit kann stationär oder ambulant (zu Hause) stattfinden.
Beide Ansätze ergänzen sich ideal und arbeiten oft eng zusammen.
Im ersten Gespräch lernen wir Sie und Ihre Situation kennen. Wir besprechen Ihre Beschwerden, Ängste und Wünsche. Gemeinsam entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan, der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist – mit dem Ziel, Ihre Lebensqualität bestmöglich zu erhalten.
Viele Patienten fragen sich, ob es „zu früh“ ist für Palliativmedizin. Die Antwort ist: Je früher, desto besser. Palliativmedizin ist nicht erst in den allerletzten Lebenswochen sinnvoll, sondern kann schon frühzeitig begleitend zur Krebstherapie oder anderen Behandlungen eingesetzt werden, um Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist ein Angebot für Patienten mit komplexen Symptomen, die zu Hause versorgt werden möchten. Ein Team aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften kommt regelmäßig nach Hause und ist rund um die Uhr erreichbar. Wir arbeiten eng mit SAPV-Teams zusammen und vermitteln bei Bedarf.
Organisation & Abläufe
Montag – Donnerstag: 08:00 – 12:30 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 – 14:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Bitte informieren Sie uns so früh wie möglich telefonisch unter 02421 6950911, falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen können. So können wir die Kapazitäten anderweitig nutzen. Derzeit fallen keine Ausfallgebühren an, aber wir bitten um rechtzeitige Absage.
In der unmittelbaren Umgebung unserer Praxis stehen nur begrenzt öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Wir empfehlen daher, etwas Zeit für die Parkplatzsuche einzuplanen oder eines der folgenden Parkhäuser zu nutzen:
Mögliches Parkhaus:
Parkhaus Contipark
Arnoldsweilerstraße 4, 52351 Düren
📍 ca. 400 m Fußweg / etwa 6 Minuten zu unserer Praxis
Dorint Hotel Düren (Parkhaus)
Moltkestraße 35, 52351 Düren
📍 ca. 200 m Fußweg / etwa 3 Minuten zu unserer Praxis
Ja, unsere Praxis ist barrierefrei zugänglich. Bitte teilen Sie uns bei der Terminvereinbarung mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen.
Sie können Ihre Befunde und Bildgebung (MRT, CT auf CD) gerne vorab per Post schicken oder persönlich vorbeibringen. Bei digitalen Befunden senden Sie diese bitte per E-Mail an kontakt(at)nwz-dueren.de. Bitte beachten Sie: Aus Datenschutzgründen können wir keine Befunde unverschlüsselt entgegennehmen – sprechen Sie uns an, wir finden eine Lösung.
Haben Sie noch Fragen?
Dann sprechen Sie uns einfach an – telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Neuro- und Wirbelsäulenzentrum Düren
Kreuzstraße 11 · 52351 Düren
📞 02421 6950911
📧 kontakt(at)nwz-dueren.de
